Auch bei der 'Mobilmachung' des Internets, also der Exploration der virtuellen Wunderwelten mit mobilen Endgeräten, stellt sich allen Gedankenspielen früher oder später die Henne-Ei-Problematik in den Weg:
Nachdem sich die Kostenhürde, die den alltäglichen mobilen Internetzugriff zuverlässig behindert hatte, stetig kleiner darstellt, stehen die Nutzer vor der Frage was Sie eigentlich so anstellen sollen mit den Möglichkeiten Ihrer Mobiltelefone, PDAs usw.. Welche Inhalte können den Otto-Normalsurfer dazu bringen, sich mit einem kleinen Display und mit eingeschränkten Möglichkeiten durchs Netz zu bewegen? — Google hat darauf natürlich schon eine Antwort (wen wunderts, wenn es das Ziel eines Unternehmens ist, das Wissen der Welt zu ordnen?!): sie haben die Dienste und werden nun möglicherweise gleich Mobilfunkanbieter, um die Kunden heranzuführen an Googles mobile Wundertüte.
Genau anders herum lautet der Ansatz von denjenigen, die den Inhalt bereitstellen: 'Wir machen einfach so interessante, nützliche oder attraktive Dienste in großer Anzahl mobil, dass die Nutzer quasi nicht anders können, als das Internet auch mobil zu nutzen'. Vor diesem Hintergrund sprießen die Generatoren für mobile Seiten aus dem Boden...
Damit haben wir schonmal die große Anzahl, möglicherweise sogar den Nutzen — das neue Buzz-Word des 'Web 2.0' mit 'User-Generated-Content'* lässt grüßen. Attraktive Dienste bedürfen einer ausgefeilteren Methode, um auch wirklich auf die Möglichkeiten jedes einzelnen mobilen Endgeräts eingehen zu können. Hier werden auf absehbare Zeit (was heißt das im Netzzeitalter eigentlich?!) Speziallösungen wie die von meinem Arbeitgeber Sevenval und anderen gebraucht. Am Ende jedoch steht das Ziel, alle Dienste unabhängig vom Endgerät zu nutzen.
Henne und Ei rücken also zusammen: die Nachfrage wird gefördert und die Inhalte werden breiter. Andererseits werden die Fähigkeiten der Geräte hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten reziprok zu den Gebühren für mobilen Surfgenuß größer.
*An dieser Stelle sollten die ersten Teilnehmer einer Bullshit-Bingo-Runde schon gewonnen haben.
Da hatte ich doch schonmal drüber intensiv nachgedacht, dachte ich mir, als ich heute morgen las, dass T-Mobile Nokia teilweise aus dem Sortiment nimmt.Der Kampf um die Hoheit über die mobile Information und Unterhaltung wird inzwischen also mit offenem V
Aufgenommen: Mär 02, 18:52