Selbst dem nicht bahnfahrenden, aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein, dass man bei der Bahn was erleben kann; frei nach dem Motto: "Wer eine (Bahn-)Reise tut, der kann (muss?) was erleben. Aber:
Heureka! Bingo! es gibt auch wirklich schöne Erlebnisse mit der Bahn -
nur eben nicht mit der DB. Das schöne Erlebnis, welches Brauckes Kleinfamilie widerfahren ist, bezieht sich nämlich auf das
Miniatur Wunderland Hamburg! Dieser Name ist wahrlich kein Euphemismus, nein, es sind viele kleine und große Wunder zu bestaunen. Natürlich gibt es auch eher langweilige Abschnitte - den arktischen Abschnitt fand ich eher fade -, aber insbesondere die Teile mit realen Vorbildern sind auch nach wirklich langem anschauen immernoch mit Details gespickt, die erst beim zehnten Hinsehen faszinieren. Unser Hamburger Gastgeber (danke Enno!) konnte sich nicht von der Miniatur der AOL-Arena losreißen und stünde noch immer dort, wenn es nicht die Aussicht auf Cocktails gegeben hätte, die mitnichten in Miniaturform gereicht wurden.
Die Freude an diesem Kleinod der Eisenbahnkunst schwang noch nach, als ich mich heute in Köln um 18:32 in den RE nach Emmerich schwang. "Hurra, der ist ja sogar pünktlich" dachte ich, "jetzt aber hurtig losfahren, sonst muß wieder der Fernverkehr vorgelassen werden". Er fuhr aber nicht. Keine Durchsage. Nichts. Hurtig waren dann nur alle leidgeprüften, ausgebufften Pendler, die auf dem Nachbargleis den einfahrenden Nachfolge RE nach Hamm erblickten und gleichsam mit mir das Pferd wechselten. Dieser Nachfolgezug für sogar pünktlich um 18:51 ab, brauchte niemanden vorlassen und schien vor Verspätung gefeit. Doch Halt! Selbiger Halt kam dann vor meiner Destination in Düsseldorf - EINEN Kilometer vor dem Düsseldorfer HBF. Schnell noch die übliche Verspätung eingesammelt und dann in den Bahnhof eingekrochen.
Ein ganz normaler Tag.
Ein Dreckstag.